Sportliche Erfolge und grosse Emotionen in Zug
Der BSCWL erlebt unvergessliche Tage an den Special Olympics National Summer
Games 2026
Bewegend, berührend und voller unvergesslicher Momente – so lassen sich die Special
Olympics National Summer Games 2026 in Zug wohl am treffendsten beschreiben. Vier
Tage lang sorgten spannende Wettkämpfe, grosse Emotionen und viele besondere
Begegnungen für eine einzigartige Atmosphäre. Mitten im Geschehen: der Behinderten-
Sportclub Wohlen-Lenzburg (BSCWL) mit einer Delegation von 17 Leichtathlet:innen, 7
Radfahrer:innen, 10 Schwimmer:innen und 9 Coaches.
Bereits am Mittwochabend machte sich die Delegation mit dem Car ab Lenzburg und
Wohlen auf den Weg nach Zug. Nach dem Bezug der Unterkunft in der Zivilschutzanlage
blieb nur wenig Zeit, um sich einzurichten. Die Spannung und Vorfreude auf die
bevorstehenden Wettkämpfe war gross – entsprechend kurz fiel die erste Nacht aus.
Der Tag begann jeweils mit einem gemeinsamen Spaziergang zum Frühstück auf dem
Stierenmarkt-Areal. Im grossen Verpflegungszelt wurden Athlet:innen, Coaches und
Helfende aus der ganzen Schweiz versorgt. Schon am frühen Morgen war die besondere
Stimmung der Games spürbar: fröhliche Gesichter, herzliche Begegnungen und eine
Begeisterung, die ansteckend wirkte.
Anschliessend machten sich die verschiedenen Sportarten auf den Weg zu ihren
Wettkampfstätten. Die Leichtathlet:innen traten im Leichtathletikstadion Hertiallmend an, das
sich in unmittelbarer Nähe zum Olympic Village befand. Auch die Radfahrer:innen
profitierten von kurzen Wegen, da sich ihr Startgelände direkt neben dem Stadion befand.
Die Schwimmer:innen reisten täglich mit dem öffentlichen Verkehr ins Hallenbad Lättich
nach Baar.
Sportlich hatten die National Games einiges zu bieten. In der Leichtathletik standen unter
anderem Fünfkampf, Kugelstossen, Sprint- und Mittelstreckenläufe, Weitsprung, Ballwurf
sowie Staffelwettbewerbe auf dem Programm. Die Schwimmer:innen kämpften über
verschiedene Distanzen in den Schwimmstilen Freistil, Rücken und Brust um persönliche
Bestzeiten, während die Radfahrer:innen Rennen über 2 bis 15 Kilometer absolvierten.
Für viele Beteiligte gehörten die Siegerehrungen zu den emotionalsten Momenten der
Spiele. Direkt nach den Finals wurden die Medaillen überreicht. Die Freude und der Stolz
der Athlet:innen waren dabei förmlich greifbar. Immer wieder flossen Tränen – bei den
Sportler:innen, ihren Familien, den Coaches und den Zuschauenden. Die Hymne «let me
win» verlieh jeder Ehrung einen würdigen Rahmen und sorgte regelmässig für
Gänsehautmomente.
Ein weiterer Höhepunkt war die Eröffnungsfeier am Donnerstagabend in der bis auf den
letzten Platz gefüllten OYM Hall. Unter grossem Applaus marschierten die Delegationen aus
der ganzen Schweiz sowie internationale Gäste ein. Moderiert wurde die emotionale Feier
von Nick Hartmann und Christa Rigozzi. Besonders sympathisch führte auch die
Botschafterin der Spiele, Fabienne Villiger, durch den Abend. Unterstützt wurde die Feier
von zahlreichen prominenten Gästen, darunter Bundesrat Martin Pfister. Mit dem
Athlet:inneneid, dem Entzünden der «Flame of Hope» und dem Fahnenaufzug wurden die
National Games offiziell eröffnet. Für den musikalischen Höhepunkt sorgte Marc Sway mit
seiner speziell für die Spiele adaptierten Version von «Es chunnt eso wies chunnt».
Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr auf den Sitzen – die OYM Hall verwandelte sich
kurzerhand in eine grosse Tanzfläche.
Doch die Games waren weit mehr als ein Sportanlass. Das Olympic Village entwickelte sich
zum lebendigen Treffpunkt für Athlet:innen, Coaches, Familien und Besucher:innen.
Zwischen den Wettkämpfen und bis spät in den Abend wurde gemeinsam gefeiert, getanzt,
gespielt und gelacht. Zahlreiche Aktivitäten, Konzerte und Begegnungen machten das
Village zu einem Ort, an dem neue Freundschaften entstanden und Gemeinschaft gelebt
wurde.
Beeindruckend war auch der Einsatz der zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Mit
ihrer Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und ihrem Engagement trugen sie wesentlich dazu bei,
dass sich alle Beteiligten willkommen und bestens betreut fühlten.
Auch sportlich darf der BSCWL auf erfolgreiche Wettkampftage zurückblicken. Mit
insgesamt 18 Gold-, 20 Silber- und 5 Bronzemedaillen sowie zahlreichen weiteren
Spitzenplatzierungen erzielten die Athlet:innen hervorragende Resultate. Noch bedeutender
als die Medaillen waren jedoch die persönlichen Fortschritte, die überwundenen
Herausforderungen und die vielen strahlenden Gesichter.
Am Sonntagnachmittag gingen die National Summer Games 2026 mit der Abschlussfeier zu
Ende. Mit der Übergabe der Flagge an den nächsten Austragungsort und dem Erlöschen
der Flamme fand ein aussergewöhnliches Sportfest seinen Abschluss. Rund 1500
Athlet:innen hatten während vier Tagen eindrücklich gezeigt, was mit Leidenschaft, Mut und
Zusammenhalt möglich ist.
Glücklich, zufrieden und stolz – aber auch müde von den intensiven Tagen – trat die
Delegation des BSCWL die Heimreise an, im Gepäck unzählige schöne Erinnerungen und
unvergessliche Momente.
Was bleibt, sind vier unvergessliche Tage voller Emotionen, sportlicher Höhepunkte und
wertvoller Begegnungen. Die National Summer Games 2026 waren weit mehr als ein
Wettkampf – sie waren ein Fest der Freude, des Respekts und der Gemeinschaft. Ein
Feuerwerk der Emotionen, das allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Andi Büchel